Digital gewachsen – analog verwurzelt

2025 veröffentlichte Pro Senectute Schweiz die vierte «Digital Seniors»-Studie. Die repräsentative Befragung zeigt: Das Internet und digitale Geräte sind bei älteren Menschen deutlich beliebter geworden – analoge Anwendungen bleiben aber gerade für Hochaltrige weiterhin unverzichtbar.

Selfie-Moment am Event «Digital Seniors 2025»: Das Team von Google Schweiz mit Chefin Christine Ant-langer-Winter (ganz rechts) und Eveline Widmer-Schlumpf (zweite von rechts).

Selfie-Moment am Event «Digital Seniors 2025»: Das Team von Google Schweiz mit Chefin Christine Antlanger-Winter (ganz rechts) und Eveline Widmer-Schlumpf (zweite von rechts).

Die Studie «Digital Seniors 2025» von Pro Senectute Schweiz liefert ein aktuelles Bild über die digitale Teilhabe älterer Menschen in der Schweiz. Sie knüpft an die Erhebungen von 2010, 2015 und 2020 an. Grundsätzlich zeigt die Studie eine erfreuliche Entwicklung: Seit der letzten Befragung vor fünf Jahren hat sich der digitale Graben weiter verkleinert. Beim Wissensstand zeigen sich aber erhebliche Unterschiede: Während 88 Prozent der 65- bis 74-Jährigen grundlegende digitale Kompetenzen aufweisen, verfügen Personen über 85 Jahre über deutlich geringere.

Digitale Geräte gewinnen an Bedeutung

Laut der Studie nutzen heute neun von zehn Personen über 65 Jahre das Internet. Erstmals informieren sich mehr ältere Menschen über digitale Geräte wie Smartphone, Tablet oder Computer als über klassische Zugänge wie Fernsehen, Printmedien oder Radio. Gleichzeitig hat sich die Altersgrenze der Offlinerinnen und Offliner ins hohe Alter verschoben. Personen über 85 Jahre sind nach wie vor seltener online. Pro Senectute Schweiz sieht darin ein bleibendes Phänomen: Aufgrund altersbedingter Einschränkungen werden schätzungsweise stets fünf bis zehn Prozent der hochaltrigen Bevölkerung (wieder) offline sein. Für Pro Senectute ist es wichtig, dass diese Personen nicht vergessen werden.

Gut begleitet in einer digitalen Welt

Die Studie wurde 2025 an zwei Fachveranstaltungen präsentiert: Im Juni in Zürich und im September in Lausanne. Am Anlass bei Google in Zürich zeigte sich Stiftungsratspräsi-dentin Eveline Widmer-Schlumpf erfreut über die Zunahme der digitalen Teilhabe in Al-ter: «Seit der Corona-Pandemie zeigt sich, dass Seniorinnen und Senioren für die Digita-lisierung mehr und mehr sensibilisiert sind.» Der Handlungsbedarf bleibt aber bestehen: Die Studie hält fest, dass es nicht ausreicht, lediglich online zu sein. Ältere Menschen müssen digitale Technik sicher, kritisch und zu ihrem eigenen Vorteil nutzen können. Mit gezielten Angeboten unterstützt Pro Senectute Seniorinnen und Senioren dabei, ihre digi-talen Kompetenzen zu stärken und sich in einer zunehmend digitalen Welt sicher zu be-wegen.

Download Leistungsbericht und Jahresrechnungen 2025

Erfahren Sie mehr über die digitale Teilhabe im Alter.

Zur Studie «Digital Seniors 2025»