Summaries: Studien und Berichte zum Alter kompakt zusammengefasst
Keine Zeit, lange Studien zu aktuellen Altersthemen zu lesen? Wir bereiten die zentralen Erkenntnisse von externen Studien und Berichten kompakt und verständlich auf. So erhalten Sie relevante Forschungsergebnisse und Analysen auf einen Blick.
Wohnungswechsel bei den «Best Ager»
Die Studie des Forschungsinstituts Sotomo im Auftrag von Helvetia richtet den Blick auf eine Gruppe, die in Debatten zum Wohnungsmarkt oft nur am Rand vorkommt, für die Entwicklung des Marktes jedoch immer wichtiger wird: die 55- bis 74-Jährigen, im Bericht als «Best Ager» bezeichnet. Datengrundlage sind Personen- und Gebäuderegister des Bundesamts für Statistik.
Untersucht wird nicht in erster Linie, weshalb ältere Menschen häufig nicht umziehen, sondern wie sich jene Best Ager verhalten, die tatsächlich einen Wohnungswechsel vornehmen, wohin sie ziehen, welche Wohnungen sie freigeben und welche Faktoren einen Umzug begünstigen oder hemmen.
Dadurch entsteht ein differenziertes Bild einer Lebensphase zwischen Familienauszug und höherem Alter, in der noch vergleichsweise viel Aktivität, aber bereits deutlich weniger Mobilität als bei jüngeren Erwachsenen zu beobachten ist.
Quelle: Sotomo 2026. Best Ager in Bewegung – Helvetia Wohnreport
Materielle Existenzsicherung im Rahmen des nationalen Armutsmonitorings
Der Bericht «Materielle Existenzsicherung in der Schweiz» ist eines der Schwerpunkthefte des Armutsmonitorings 2025 des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV). Ziel ist es, die Armutssituation in der Schweiz aus der Perspektive der materiellen Existenzsicherung darzustellen und zu analysieren, welche Instrumente und Akteure dazu beitragen, Armut zu verhindern oder zu mindern.
Quelle: Bundesamt für Sozialversicherungen (2025). Armutsmonitoring der Schweiz, Schwerpunktheft «Materielle Existenzsicherung in der Schweiz»
Ein nationales Armutsmonitoring
Das Nationale Armutsmonitoring 2025 dient als fundierte Wissensgrundlage für Politik, Behörden und zivilgesellschaftliche Organisationen, um Armut in der Schweiz wirksam zu bekämpfen.
Die zentrale Erkenntnis des Berichts ist, dass Armut ist auch in der wohlhabenden Schweiz eine hartnäckige Realität ist, die nicht zurückgeht. Im Jahr 2023 waren rund 708’000 Menschen von Einkommensarmut betroffen. Hinter diesen Zahlen stehen persönliche Schicksale, die verdeutlichen, dass Armut hierzulande kein Randproblem ist, sondern eine dringliche gesellschaftliche Herausforderung darstellt.
Um diese Herausforderung gezielt angehen zu können, ist ein gemeinsames Verständnis davon, was Armut bedeutet und wie sie gemessen wird, die entscheidende Grundlage für jede Diskussion.
Quelle: Grundlagenheft «Armut in der Schweiz im Überblick», November 2025
Ein wachsendes Pflegemodell im Überblick
Das Modell der Anstellung pflegender Angehöriger gewinnt in der Schweiz stark an Bedeutung. Seit einem wegweisenden Bundesgerichtsurteil (BGE 145 V 161) und insbesondere seit dem Jahr 2023 ist ein markanter Anstieg bei dieser Form der Pflegeorganisation zu verzeichnen. Pflegende Angehörige werden dabei von einer Spitex-Organisation angestellt, um eine nahestehende Person zu betreuen, und können bestimmte Leistungen über die obligatorische Krankenpflegeversicherung abrechnen.
Einerseits wird die Anstellung als wertvolle Unterstützung für pflegebedürftige Menschen und als finanzielle Entlastung für deren Angehörige anerkannt. Andererseits wirft die rasche Zunahme dieses Modells kritische Fragen bezüglich der Pflegequalität, der Kostenkontrolle und der Aufsicht durch die Behörden auf.
Dieses Factsheet fasst die zentralen Erkenntnisse und Empfehlungen des Bundesratsberichts zu diesem Thema zusammen.